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Friday/Saturday, April 6-7, 2018
The Faculty Club
University of California, Berkeley

Invited Speakers:
Tonya Dewey-Findell, University of Nottingham
Angelika Lutz, University of Erlangen-Nürnberg
John McWhorter, Columbia University
Theo Vennemann, University of Munich

Scholars (faculty and students) interested in Germanic Linguistics, its near and/or distant related languages, diverse approaches, synchrony and/or diachrony, historical and/or contemporary language are invited to submit a one-page abstract of a twenty minute paper by January 31, 2018 to the conference organizer:

Irmengard Rauch, Department of German
Univ. of California, Berkeley; Berkeley, CA 94720-3243
phone/fax (707)746-7480; irauch@berkeley.edu

Lodging: Reservations can be made at: The Faculty Club (510) 642-1993/(510)-540-5678, UC Berkeley, Berkeley CA 94720; The Durant Hotel (510)-845-8981, 2600 Durant Ave., Berkeley, CA 94704, or The Hotel Shattuck Plaza (866)-257-5990, 2086 Allston Way, Berkeley, CA 94704.

Sie findet vom 15.-19. August an der University of California, Berkeley, statt.

Imagination, Phantasie und Einbildungskraft sind Begriffe, die sich auf ein Vermögen beziehen, dessen Status immer schon zwiespältig ist. Einerseits bildet die Produktivität der Imagination als Vorstellungskraft – neben dem Vermögen des Gedächtnisses und der Vernunft – eine Bedingung der Möglichkeit aller Erkenntnis und Abstraktion, andererseits ist sie in ihrer relativen Unabhängigkeit vom empirisch Gegebenen und in ihrer oft nur schwer kontrollierbaren Kreativität auch ein Ort der Zersetzung, Auflösung, Überschreitung, und Neukonfiguration diskursiver, affektiver, und sinnlicher Ordnungen. So ist die Imagination das ‘Organ’, das die Bilder herstellt, die aller Erkenntnis zugrunde liegen, als Einbildungskraft aber gleichzeitig der Ursprung und Kern poetischer Entwürfe, die alle naturalistischen Konzepte des Erkennens unterlaufen. Wo von Möglichkeit und Möglichkeiten die Rede ist, werden daher in der Regel Imagination, Phantasie, und Einbildungskraft ins Spiel gebracht, liegt es doch in ihrer Macht, die normativen Komplexe und ihre Verbindlichkeiten zu sprengen und ihrer Stabilität zu berauben.

Die Dynamik der dabei in Frage stehenden Prozesse wird seit der Antike sichtbar. Etwa im komplexen Verhältnis von phantasia und memoria bei Aristoteles oder im Mittelalter, wo im Blick auf Wahrnehmungs- und Erkenntnisbestände – und ihre spezifische Freiheit – mit den Begriffen der ‘Entbildung’, ‘Einbildung’, und ‘Überbildung’ gespielt wird. Darin zeichnet sich nicht nur eine Phänomenologie menschlicher Erkenntnis- und Erfahrungsmöglichkeiten ab, sondern auch eine spezifische Funktion der Imagination als poetisches Vermögen der Entgrenzung diskursiver Ordnungen und der radikalen Neukonfiguration dessen, was Welt und Mensch sind und sein können. Ausgehend davon lässt sich eine Geschichte der Imagination nachzeichnen, die einerseits – etwa von Böhme bis Schelling – die kosmopoetischen Aspekte der Einbildungskraft, andererseits – von Lohenstein bis Trakl – die subversive Produktivität imaginativer Arbeit an der Sprache in den Vordergrund rückt. Dass dabei immer auch die Kontrolle und Disziplinierung der Imagination ein wichtiges Thema bildet, belegt nicht nur das ‘Gendering’, das vermeintlich wilde Imagination seit der Frühen Neuzeit als ‘weiblich’ fasst, sondern auch ihre Neutralisierung im Rahmen der bürgerlichen Ästhetik ‘interesselosen W ohlgefallens.

Im Rahmen der Sommerschule werden wir einerseits historische Aspekte des Verständnisses von Imagination, Phantasie und Einbildungskraft untersuchen, andererseits anhand einer Reihe literarischer Fallstudien die Spezifik der Intervention der Imagination als Figuration des Möglichen explorieren.

Weitere Informationen (Bewerbungsfrist, Formalia et cetera) können Interessierte der Homepage des Preises entnehmen:
http://am-forschungspreis.phil-fak.uni-koeln.de/24980.html

The Graduate Symposium on German Medieval Studies will be convened this year at Stanford (May 4) and Berkeley (May 5).

Stanford - Wallenberg Hall, Room 433A

10:00 am. Welcome (Coffee and light refreshments)

10:15 am. Session 1
Moderated by Kathrin Gollwitzer, Berkeley

Walker Horsfall, Toronto. “Mirrors and Mock Jousts: Metaphor as Ritual in Frauenlob”
Mareike Reisch, Stanford. “sinne und vernunft: Die bildliche Darstellung eines mittelalterlichen Modells von Sinneswahrnehmung im Konstanzer Haus zur Kunkel“
Daniela Fuhrmann and Pia Selmayr, Zurich. “Narrated Orders - Orders of Narration”

12:30 pm. Lunch

1:30 pm. Session 2
Moderated by Landon Reitz, Berkeley

Hans Pech, Harvard. “Vision and Imagination in Henry Suso´s Mysticism”
Chris Hutchinson, Stanford. “Syphilis and its Cure: Ulrich von Hutten and Medi(c)al Communication”

3:00 pm. Break

3:45 pm. Session 3
Barchas Room, Stanford Special Collections
Moderated by Robert Forke, Stanford

Björn Buschbeck, Stanford. Manuscript Analysis
Aleksandra Prica, Chapel Hill. Discussion of Primary Text: Basler Trojanerkrieg

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5/5 Moses Hall 201

10:30 am. Session 5
Moderated by Oriana Schällibaum, Zurich

Jon Martin, Princeton. “Are Marke and Isalde Married? An Examination of Legal Ritual in Eilhart's Tristrant”
Thomas Müller, Zurich. “Performative Sanctification in Late Medieval Hagiography”

12:00 pm. Lunch

1:00 pm. Session 6
Moderated by Patric Di Dio Di Marco, Stanford

Hannah Hunter-Parker, Princeton. “Lost Manuscripts: Classics from the German Homer to the Heldenbuch”
Jake Wakelin, Toronto. “The Kaiserchronik in Perspective: German Vernacular Historiography in a Twelfth-Century Context”

2:30 pm. Break

3:00 pm. Session 7
Moderated by Jenny Strakovsky, Stanford

Mae Lyons-Penner, Stanford. “The Global Medieval Sourcebook”
Christopher Hench, Berkeley. “Phonological Soundscapes and the Lyrical ‘I’”

GIVE TO UC BERKELEY AND CHANGE THE WORLD

BIG GIVE — BE THE BERKELEY EFFECT -  NOV. 17

The butterfly effect explains change so from the smallest gift to the biggest, your generosity to Cal holds truly transformative power.  The Berkeley Effect changes the world. During Big Give — our day of online giving — you can be that effect by giving your favorite  Cal schools, colleges, and programs a boost. Together we’ll ensure that Berkeley students and faculty continue to spark transformative  change everywhere, maintaining our position as the No. 1 public university in  the world.
Mark your calendars and on Thursday, November 17, visit BigGive.berkeley.edu or the Department of German website to make a donation!